Es handelt sich um eine spornartige Verknöcherung am Ansatz der Fußsohlensehnenplatte (Plantaraponeurose) an der Unterseite des Fersenbeins (plantarer Fersensporn) oder an dessen Rückseite (dorsaler Fersensporn) am Ansatz der Achillessehne.

Ursachen

Die Fußsohlensehnenplatte, die von den Mittekfußknochenköpfchen im Vorfußbereich sich nach hinten V-förmig verjüngt und an der Unterseite des Fersenknochens fixiert ist, hält das Längsgewölbe des Fußes wie die Sehne einen Bogen: wird von oben zuviel Gewicht auf diese Konstruktion gegeben, Gerät die Sehnenplatte an ihrem knöchernen Ansatz zunehmend unter Spannung, hier treten bei jedem Schritt vermehrte Zugspannungsspitzen auf, die dauernd wiederholte Reizung mündet schließlich in eine Entzündungsreaktion mit Übersäuerung des umgebenden Gewebes: sowohl die Zugbeanspruchungen am Knochen als auch die Gewebeübersäuerung lösen die Ausbildung eines knöchernen Sporns aus, der Fersenknochen wächst jetzt in die Sehnenplatte hinein und bildet den Plantagen (unteren) Fersensporn aus, Beim seltener auftretenden dorsalen (hinteren) Fersensporn kann durch eine Knickfußdeformität – die Füße bzw. Sprunggelenke stehen von hinten betrachtet in einer X-Stellung – der Achillessehnenansatz an der hinteren Ferse unter vermehrten Streß geraten, wobei erhöhtes Körpergewicht dabei die Fehlstellung zusätzlich verstärkt, auch jetzt kann der Sehnenansatz verknöchern.

Knochendichtemessung

Die ausgesprochen schwerwiegenden Folgen einer pathologisch reduzierten Knochendichte (Osteoporose) für Volksgesundheit und Wohlbefinden sind hinlänglich bekannt. Um eine suffiziente und dem Einzelfall gerecht werdende Therapie einleiten zu können, sollte die Diagnose eines vermehrten Knochenschwundes möglichst frühzeitig gestellt werden.

 

In unserer Praxis verwenden wir hierzu ein hochsensibles, ultraschallgestütztes Knochendichtemessgerät (Pegasus/Osteomed) zum Aufspüren möglicher Osteoporoseerkrankungen. Bei Vorliegen bestimmter Risikokonstellationen schlagen wir unseren Patienten dieses nur wenige Minuten andauernde Messverfahren vor, das an der Ferse durchgeführt wird. Eine Röntgenstrahlen-
belastung entsteht hierbei nicht.

Für den Fall, dass sich bei unserem Suchtest pathologische oder grenzwertige Messergebnisse ergeben, ist eine CT-gesteuerte DXA-Messung der besonders frakturgefährdeten

Körperregionen an den Lendenwirbelkörpern und dem Oberschenkelhals indiziert, um ggf. eine adäquate Therapie nach WHO (Weltgesundheitsorganisation)-Kriterien durchzuführen.

Pulsoxymeter

Regelmäßig verwenden wir die Pulsoxymetrie (Fa. Nonin medical, inc.) zur Bestimmung der Sauerstoffsättigung im Blut sowie auch der Herzfrequenz bei der Durchführung wirbelsäulennaher Anästhesieverfahren. 

EKG

Um bei Verwendung höherer Mengen von Lokalanästhetika auftretende Herzrhythmusstörungen sofort erkennen und behandeln zu können, halten wir ein transportables EKG-Gerät (Miniscope MS-3 der Fa. Schiller) vor. Aufgrund seines sehr geringen Gewichtes und den äußerst kleinen Abmessungen sowie auch der Unabhängigkeit vom Stromnetz (Batteriebetrieb) ist das Gerät leicht und komfortabel einsetzbar. Auf einem LED-Bildschirm kann das erstellte EKG bis zu 46 Sekunden mitverfolgt werden.

Optrimetrie

Wirbelsäulenbeschwerden werden häufig durch Fehlstellungen oder Fehlhaltungen mit muskulären Dysbalancen mitverursacht. Zur Feststellung dieser Fehlstellungen setzen wir das dreidimensionale Optrimetric-Direktbildmeßverfahren in unserer Praxis ein. Hiermit ist eine Vermessung und Dokumentation der Wirbelsäulenstatik und der Körperhaltung möglich. Bei Untersuchung werden per Diaprojektoren parallele Messlinien über einen optischen Deckenspiegel auf den Patienten gelenkt, anhand der Verformung der auf die Körperoberfläche projizierten Linien sind bereits geringfügige Asymmetrien im Oberflächenrelief darstellbar.

 

Zusätzlich wird zur Beurteilung der Wirbelsäulengeometrie die Dornfortsatzreihe mit Klebepunkten markiert und ein Lot auf den Körper projiziert, sodass Skoliosen, Seitabweichungen der Wirbelsäule und Fehlhaltungen auch des Kopfes sichtbar werden. Körperfehlrotationen, denen bei der Statikregulierung wesentliche Bedeutung zukommt, sind leicht diagnostizierbar.

Der Patient steht während der Untersuchung auf einer Balanceplatte die anzeigt, mit welchem Gewicht jedes Bein belastet wird: über eine Leuchtdiodenanzeige wird die Einstellung auf einen gleichgewichtigen Stand ermöglicht. So erhält man ein reproduzierbares, kontrolliertes Neutralstandbild, das den Vergleich mit späteren Kontrollmessungen erlaubt.

Der Patient ist während der gesamten Messung auf einem Monitor der Bedienstation zu beobachten, sodass der Untersucher die korrekte Position des Patienten kontrollieren und damit Fehlmessungen vermeiden kann. Die Balanceplatten bieten die Option, computergesteuert Beinlängenausgleiche zu simulieren und dabei die Auswirkungen auf die Körperhaltung und die Reaktion der Wirbelsäule direkt auf dem Bildschirm zu verfolgen und zu vermessen.

So ist es möglich, zur Optimierung der Wirbelsäulenstatik einen millimetergenauen Beinlängenausgleich durchzuführen.

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